SSD-Laufwerke sind bekannt für ihre Geschwindigkeit, ihre kompakten Formfaktoren und ihren nahezu geräuschlosen Betrieb im Vergleich zu den sich drehenden Platten ihrer mechanischen Vorgänger, den Festplattenlaufwerken. Aufgrund der begrenzten Lebensdauer der Flash-Zellen, aus denen SSDs bestehen, im Vergleich zur praktisch unbegrenzten Schreibdauer von HDDs, äußern einige jedoch Bedenken hinsichtlich der Lebensdauer von SSDs im Vergleich zu HDDs.
Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den beiden Technologien. Beide haben auf unterschiedliche Weise eine begrenzte Lebenserwartung. SSDs fallen allmählich aus, da sich die Flash-Zellen abbauen, wobei die Lebensdauer in Terabytes Written (TBW), und Programmier-/Lösch-Zyklen (P/E) gemessen wird. Mit SMART-Daten (Self-Monitoring, Analysis, and Reporting Technology) wird dieser Prozess nachvollziehbar und berechenbar. HDD-Festplatten fallen dagegen plötzlich aufgrund eines mechanischen Fehlers aus, der weniger vorhersehbar ist. Ihre Lebenserwartung wird in Einschaltstunden, der mittleren Betriebsdauer zwischen Ausfällen (Mean Time Between Failures – MTBF) und Programm/Löschzyklen (P/E) gemessen. Mit SMART-Daten (Self-Monitoring, Analysis, and Reporting Technology) wird dieser Prozess nachvollziehbar und berechenbar. HDD-Festplatten fallen dagegen plötzlich aufgrund eines mechanischen Fehlers aus, der weniger vorhersehbar ist. Ihre Lebensdauer wird in Einschaltstunden und der mittleren Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) gemessen.
Die Anfälligkeit von Festplatten für mechanische Fehler wird durch ihre relative Zerbrechlichkeit noch verstärkt. SSDs sind jedoch wesentlich widerstandsfähiger gegen Stöße und Vibrationen, da ihnen die beweglichen Teile fehlen, die bei HDDs vorhanden sind.
Experimentelle Tests haben gezeigt, dass eine moderne SSD im Betrieb Erschütterungen von bis zu 1500G standhalten kann, während die Widerstandsfähigkeit von HDDs bei 70 bis 80G endet. Das bedeutet, dass SSDs im Betrieb etwa 20-mal widerstandsfähiger sind. Außerdem wird die begrenzte Schreibbeständigkeit von NAND-Flash durch Wear-Leveling-Algorithmen in der Firmware des Laufwerks abgefangen, die Schreibvorgänge gleichmäßig auf alle Flash-Zellen verteilen. Bei typischen Privatanwender-Arbeitslasten kann eine SSD dank dieser Schutzmaßnahmen die Lebensdauer des Systems, in dem es installiert ist, überdauern.
Ausfallraten von SSDs und HDDs

Wie bereits erwähnt, kann die Lebensdauer einer SSD über SMART-Daten überwacht werden. Kingston’s SSD Manageroder andere Tools wie CrystalDiskInfo können bei der Überwachung der verbleibenden Lebenserwartung deines Kingston-Laufwerks basierend auf der TBW-Nutzung helfen.
Dank dieser Innovationen hat eine moderne SSD eine durchschnittliche Lebensdauer von 8 Jahren mit einer AFR (Annualized Failure Rate – jährlichen Ausfallrate) von 0,9% im Vergleich zu 4 Jahren und einer AFR von 1,7 % für eine HDD. Anders gesagt, bei SSDs ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls um 47 % geringer, und sie haben in der Regel eine doppelt so lange Lebensdauer wie HDDs.
Laufwerke fallen irgendwann aus. Die Risiken können jedoch durch eine umsichtige Auswahl der Hardware und die konsequente Verwendung von Backups gemindert werden.